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Pädagogisches Konzept

Jede Alternativschule hat ein besonderes pädagogisches Interesse, das verschiedene Schwerpunkte setzt. FAST vereint die Schwerpunkte MINKT, Ökologie, Gesundheit und Soziales. Im Vordergrund stehen dabei die Resonanzpädagogik von Hartmut Rosa sowie das Konzept des Offenen Unterrichts nach Dr. Falko Peschel.


Der Schwerpunkt MINKT beinhaltet Mathematik, Informatik, Kunst, Naturwissenschaften und Technik. Unter Gesundheit und Soziales fallen die Themen Ernährung, Bewegung, Persönlichkeitsentwicklung, Inklusion und die Mitbestimmung am Schulalltag. Da unsere Gründungsinitiative aus Eltern, deren Kinder den Naturkindergarten besuchten und noch besuchen, besteht, ist die Ökologie ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Schule. Durch die Nähe zur Natur können Kinder ein Umweltbewusstsein und eine nachhaltige Lebensweise entwickeln.


Grafik Pädagogisches Konzept

"Resonanz, das Gefühl eine Antwort zu bekommen, das magische Erlebnis, tieferen Sinn und echte Befriedigung zu erleben - sie entstehen erst und gerade dann, wenn ich mich auf Unüberschaubarkeit, Unplanbarkeit, auf Komplexität einlasse. Und wenn ich Menschen vertraue, damit sie das tun können, was ich ihnen nicht gesagt habe." (Hartmut Rosa)

Um jede Art von Lernprozess zu unterstützen, ist für uns die Resonanzpädagogik nach Hartmut Rosa von großer Bedeutung.

An unserer Schule werden also nicht nur Kompetenzen erworben, die laut Rosa lediglich das sichere Beherrschen von Techniken bedeuten. Vielmehr treten die Lernenden prozesshaft mit einer Sache in Beziehung.

Damit dies gelingt, ist uns der Offene Unterricht nach Dr. Falko Peschel ein großes Anliegen. Peschel definiert Lehren vor allem als strukturiertes umfassendes Angebot an den Lernenden, das nicht nur auf der Inhalts- sondern auch auf der Beziehungsebene abläuft. Hierfür sind die üblichen Lernformen des offenen Unterrichts notwendig. Dazu gehören Freiarbeit, Projektunterricht, Wochenplanunterricht und Stationenlernen.

Bei diesen Formen kommt es jedoch maßgeblich auf den Grad der Öffnung in den von Peschel beschriebenen fünf Dimensionen (organisatorisch, methodisch, inhaltlich, sozial und persönlich) an. So erhalten die Lernenden die organisatorische Freiheit, d.h. sie legen die Rahmenbedingungen ihres Lernens (Lernort, Zeitpunkt und Dauer) selbst fest. Die methodische und die inhaltliche Dimension bezieht sich auf den Lernweg und das Lernthema.

Dies bedeutet konkret, dass sich die Schüler mit Hilfe vielfältiger außer- und innerschulischer Lernorte und einer vorbereiteten Lernumgebung durch die Lernbegleiter mit Lerninhalten, die sie selbst gesteuert und interessengeleitet festlegen, beschäftigen und ihren Lernweg selbst wählen können.

Die soziale Dimension meint im Offenen Unterricht die Bestimmung von Entscheidungen bezüglich der Klassenführung, der (langfristigen) Unterrichtsplanung, des konkreten Unterrichtsablaufes, gemeinsamer Vorhaben und des sozialen Miteinanders bezüglich der Rahmenbedingungen, dem Erstellen von Regeln und Regelstrukturen etc..

Als letztes steht die persönliche Dimension, die sich auf ein positives Beziehungsklima und ein respektvolles Miteinander aller am Schulalltag Beteiligten bezieht.